Disney-Hochzeit in der Pfalz: Michelle & Lars’ freie Trauung

Lesestoff

Disney-Hochzeit in der Pfalz: Michelle & Lars' freie Trauung mit guter Fee, Mickey-Ritual und Ringhund Ella

„Hier kommt eine Story, die wir alle kennen. Und trotzdem kann man sie gar nicht oft genug hören.“

So hat die freie Trauung von Michelle und Lars angefangen: mit der Titelmusik von Cinderella im Hintergrund und mir vorne, in Umhang und Disney-Ohren, als gute Fee. Was ich da vorgelesen habe, war der Anfang von Cinderella, ein bisschen umgeschrieben. Die Hauptrollen haben Michelle und Lars gespielt, die wichtigste Nebenrolle hat Dackeldame Ella übernommen, und als Märchenschloss hat das Schlossgut Lüll in Wachenheim an der Weinstraße hergehalten.

Die nächsten vierzig Minuten am 14. September 2026 sind dann genau das geworden, was man bei diesem Anfang erwarten darf: eine eigene Disney-Geschichte, unter dem Motto der beiden. Happily Ever After. Perfekt unperfekt.

Eine freie Trauung wie ein Disneyfilm

Michelle und Lars sind standesamtlich schon verheiratet gewesen. Die freie Trauung durfte also komplett ihnen gehören. Und bei den beiden heißt das: Disney. Michelle sammelt Disney-Pins und hat an diesem Tag ein Disney-Diadem im Haar getragen. Lars’ Lieblingsstück ist seine Pluto-Mütze aus dem Disneyland.

Wie ernst die beiden das meinen, zeigt eine Geschichte aus dem letzten Disneyland-Urlaub. Michelle hat genau ein Ziel gehabt: I-Aah als Rentier, in Plüsch. Lars hat versprochen, ihn auf dem Rückweg zu kaufen. Auf dem Rückweg ist er ausverkauft gewesen. Danach hat es eine Verfolgungsjagd gegeben durch halb Disneyland, kurz vor Ladenschluss, bis die beiden im Hotelshop das allerletzte Exemplar gefunden haben. Der Plüschi wohnt seitdem fest im Bett.

Also habe ich die ganze Rede wie einen Disneyfilm aufgebaut. Jedes Kapitel hat seinen Disney-Vergleich bekommen. Kennengelernt haben sich die zwei zum Beispiel bei einer Gruppenarbeit in der Ausbildung, und die hat, seien wir ehrlich, ungefähr so viel romantisches Potenzial wie eine Steuererklärung. Aber Ratatouille fängt auch mit einer Ratte an, die in einer Vorratskammer nach Essensresten wühlt, und endet trotzdem in einer Sterneküche in Paris.

Begrüßt habe ich die Gäste als „liebe Disneyfans und Hogwarts-Alumni, liebe Dackelbesitzer“. Und durch die ganze Zeremonie hat sich eine wichtige Frage gezogen: Wie heißt das Paar denn nun? Larselle, Michellars oder doch Larsella, damit Ella auch mit drin ist? Geklärt haben wir das bis zum Schluss nicht.

Das Mickey-Ritual: ein Erinnerungsstück in drei Etappen

Das Herzstück der Zeremonie ist ein großer, weißer Mickey gewesen, der im Laufe der Trauung immer bunter geworden ist.

Etappe 1: alles, was die beiden lieben. Vor Michelle und Lars haben jede Menge Bilder und kleine Disney-Figuren gelegen. Daraus haben sie sich ausgesucht, was zu ihnen gehört, und es auf ihren Mickey geklebt. So viel sie wollten, so bunt sie wollten. Nur die Ohren mussten frei bleiben.

Etappe 2: die Eheversprechen auf den Ohren. Die beiden haben sich persönliche Worte geschrieben, die während der Trauung nicht laut vorgelesen worden sind. Nach dem Kuss haben sie ihre Versprechen mit Pinsel und Kleber auf Mickeys Ohren verewigt. Was drinsteht, wissen nur sie.

Etappe 3: die Gäste. Nach der Zeremonie haben alle Gäste mit bunten Stiften die weißen Stellen ausgemalt, Symbole gezeichnet und mit ihrem Namen unterschrieben.

Am Ende hat das Paar ein Erinnerungsstück, auf dem alles drauf ist: die Dinge, die sie lieben, ihre eigenen Worte und die Menschen, die ihnen wichtig sind.

Tipp: Das Ritual passt auch wunderbar zu Paaren, die ihr Eheversprechen nicht vor allen Gästen vorlesen möchten. Die Worte sind trotzdem Teil der Zeremonie, nur eben für die Wand statt fürs Mikro.

Ringhund Ella und der Applaus in Gebärdensprache

Zur Familie gehört seit 2020 Ella: Dackeldame, kurze Beine, großes Herz und ein Biorhythmus, der sich erst um die Mittagszeit meldet. Den Einzug hat sie zu „We’re All In This Together“ aus High School Musical eröffnet. Und später hat sie ihre bisher größte Aufgabe übernommen: Zu „You’ve Got a Friend in Me“ aus Toy Story hat sie die Ringe nach vorne gebracht.

Weil so viel Aufmerksamkeit für einen Dackel ganz schön aufregend ist, haben die Gäste nicht geklatscht. Sie haben die Hände gehoben und das Gebärdensprache-Zeichen für Applaus gemacht, also mit erhobenen Händen gewackelt. Ella hat es ihnen gedankt.

Ein Jawort mit Belle, Rapunzel und Carl aus Oben

Auch die Traufragen haben ihren Disney-Moment bekommen. Michelle habe ich gefragt, ob sie Lars so lieben will wie Belle das Biest, von innen und von außen, und mit ihm gemeinsam ihre Träume wahr werden lassen will, „wenn nötig auch mit Bratpfanne“, so wie Rapunzel. Lars habe ich gefragt, ob er mit Michelle alt werden will wie Carl und Ellie in Oben und mit ihr durch dick und dünn ziehen will wie Robin Hood mit seiner Bande.

Beim Kuss habe ich als gute Fee dann den Part übernommen, den bei Disney sonst die Sternschnuppe über dem Schloss hat. Denn der Zauberstab vom Anfang zauberte nun über den Hochzeitskuss den ikonischen Bogen des Disney-Logos.

Dazu hat „True Love’s Kiss“ aus Verwünscht gespielt.

Glitzer-Spalier und Bibbidi-Bobbidi-Boo

Gleich am Anfang habe ich ein Körbchen durch die Reihen gegeben. Jeder Gast hat sich ein Tütchen genommen, mit der Bitte, es noch nicht zu öffnen. Am Ende hat sich rausgestellt, was drin ist: biologisch abbaubares Glitzerpulver. Die Gäste haben ein Spalier gebildet, und als Michelle und Lars vorbeigekommen sind, haben alle einmal kräftig gepustet. Ein bisschen Magie für den Start in die Ehe.

Davor habe ich mich noch mit einem kleinen Bibbidi-Bobbidi-Boo verabschiedet, und zum Schluss ist der einzige Satz gekommen, der an diese Stelle gehört: „And they lived happily ever after.“

Was eine Disney-Trauung gut macht

Disney hat bei Hochzeiten einen riesigen Vorteil: Fast jeder Gast kennt die Filme. Wenn ich Ratatouille oder Oben erwähne, muss ich nichts erklären, und auch Oma weiß, was mit der Bratpfanne gemeint ist.

Damit das Ganze mehr als Deko wird, gehört Disney bei mir in die Geschichte. Die Filme sind der Rahmen, erzählt wird trotzdem das Leben des Paares, mit Gruppenarbeit, verlorenen Plüschtieren und einem Dackel, der gern ausschläft. Und die Rituale bekommen eine Bedeutung, die bleibt: Der Mickey hängt heute bei den beiden zu Hause und nicht im Fotoalbum.

Wenn ihr noch eine Disney-Hochzeit mit Extraportion Marvel sehen wollt: Bei Jacky & Paul hat Stitch im Labyrinth gewartet.

Ihr plant eine Disney-Hochzeit oder eine andere nerdige freie Trauung?

Ich begleite freie Trauungen in der Pfalz, in Baden-Württemberg und überall dort, wo Menschen keine Lust auf Hochzeiten von der Stange haben. Ob Disney, Harry Potter, Gaming oder alles auf einmal: Gemeinsam machen wir aus eurer Geschichte eine Zeremonie, die sich wirklich nach euch anfühlt. Und wie abgefahren es werden darf, findet ihr auf meiner Abgefahrenheitsskala heraus.

Die beteiligten Dienstleister:innen

Fotografie: Alex (Mr Yes & mein Mann)

Location: Schlossgut Lüll

Catering: Kindermann Catering

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